So, ich bereite nun meine Text am EEE-PC vor und kopiere diese dann nur noch am internetfähigen PC um. Leider habe ich in meinem Hotel kein WLAN. Ansonsten ist es soweit in Ordnung. Sauber, einfach und günstig (16$ mit Klimaanlage, Bad+WC, Minifernseher, freie Internetnutzung)
Nun aber zu den Cu Chi Tunnels. Ich hatte einen Tag vorher eine Tour (1/2 Tag) bei Sinh Cafe gebucht. Um 8 Uhr ging es mit dem Bus vor dem Sinh Cafe los. Der Bus war klimatisiert war sich noch als Segen herraus stellte. Zuerst wurden wir zu einer Behindertenwerkstatt gefahren. Die Lackmalereien waren sehr schön, aber, ich nehme an, sie waren auch relativ teuer. Die meisten Arbeiter sahen für mich zudem ziemlich normal aus, bis auf ein paar Ausnahmen. Nachdem alle durchgeschleust waren, konnte die Fahrt Richtung Cu Chi Tunnel weitergehen. Bei dem Abstecher habe ich immerhin eine Gleichgesinnte getroffen. Leider haben wir bei der Werkstatt viel Zeit verloren, die uns bei den Cu Chi Tunnels fehlte. Unser Guide hatte nicht so viel Lust was zu erzählen und wir hörten “I will tell you later. Follow me”. Ab und an haben wir uns heimlich anderen Touren angeschlossen. Der zweite Guide von Sinh Cafe war eindeutig besser. Wir hatten wohl etwas Pech. Trotz allem fande ich die Tunnels sehr interessant und kann sie nur jedem empfehlen. Ich bin 100m durch einen Tunnel gekrochen und danach war ich komplett Nass. Der kühle Bus war meine Rettung =). Gerüchteweise habe ich gehört, dass man auch mit dem Stadtbus rausfahren kann. Wenn jemand dazu Infos hat, bitte in den Kommentaren posten.
Nun ein paar Worte zu Cu Chi: Der Boden in Cu Chi ist lehmartig und hart wie Beton. Die Vietnamesen haben das ca 200km umfassend Tunnelsystem mit einer kleinen Hacke und einem “Körbchen” ausgehoben. Die Eingänge waren sehr gut versteckt und oft mit Fallen ausgestattet. Die Amerikaner haben sogar einmal unwissendlich eine Militärbasis über den Tunnels errichtet. Die Bauern von Cu Chi lebten komplett im Tunnelsystem. Es gab dort Lazarette, Wohnungen, Besprechungsräume, Druckereien usw. Bis zum Kriegsende ist jedoch der Großteil zerstört worden. Das Gebiet von Cu Chi soll das am meisten beschossene Gebiet auf der Erde sein.
Preis der Tour: 100.000 VND + 80.000 VND (Eintritt für den Tunnel, wird auf der Busfahrt einkassiert)
Möge mir die ?Japanerin? verzeihen, aber das ist mein einzigstes Bild mit Person im Tunnel.
Zum Mittagessen gings Richtung “Palast der Einheit” ins Restaurant “Quan An Ngon”. Dieses ist absolut zu empfehlen. War nun schon mehrmals dort und es gibt sehr viele traditionelle vietnamesische Gerichte. Die Ambiente ist sehr schön und preislich in Ordnung.
Anschrift: 138 D Nam Ky Khoi Nghia, HCMC
Abschließend gings Richtung Rex Hotel, da dort die Aussicht sehr schön sein soll. Wir waren jedoch enttäuscht, Preis und Service stimmten leider auch nicht. Meine Reisebekanntschaft begab sich anschließend in Richtung Massage und flog danach zurück nach Hanoi. Ich war nicht wirklich interessiert an Massage und habe mir ein Vietnamesisch – Deutsch Wörterbuch gekauft.
Abends traf ich noch zwei nette Österreich. Wir liessen den Abend mit einem guten Essen und einem anschließend Tigerbier ausklingen.



